Dienstag, 16. Mai 2017

Grüne Borstenhirse, Nachtkerze und Sauerampfer

In der Ausgabe 5 / 2017 in "Der Vogelfreund" auf den Seiten 156 - 159 berichtet der Züchter Horst Mayer über
  • Grüne Borstenhirse
  • Sauerampfer
  • Nachtkerze
Diese Futterpflanzen bietet Horst Mayer seinen eigenen Vögeln an.

Ein sehr interessanter Züchterbericht !

Montag, 3. April 2017

Proanthocyanidine - Pycnogenol® (Pinienrindenextrakt)

Erklärungen - Um was geht es überhaupt ?

Proanthocyanidine

Oligomere Proanthocyanidine, auch oligomere Procyanidine OPC oder PCO (englisch oligomeric proanthocyanidins), sind in Pflanzen natürlich vorkommende Stoffe, die zur Gruppe der Flavanole gehören und den übergeordneten Polyphenolen zuzuordnen sind. OPC sind zumeist Dimere oder Trimere von Catechinen.

Pycnogenol®

Die Firma Horphag Research vertreibt Pinienrindenextrakt unter der Marke Pycnogenol®. Pinienrindenextrakt der Marke „Pycnogenol®“ wird aus der frischen Rinde der französischen Seekiefer (botanisch: Pinus pinaster atlantica) gewonnen, aus der mit Wasser und Ethanol ein Extrakt hergestellt wird. Es ist ein standardisierter Pinienrindenextrakt. Prof. Dr. Jacques Masquellier hat bis 1991 für die Firma gearbeitet.

Anwendungen beim Vogel

„Pycnogenol®“ ist ein Antioxidans und hat die Wirkung ähnlich wie Vitamin C. Vorteilhafte Effekte von Bioflavonoiden sind die Stärkung der Kapillaren und die Regulierung der Permeabilität. Proanthocyanidine treten in das Gehirn ein und pflegen die Gehirnzellen.

Laut dem Buch "Holistic Care for Birds - A Manual of Wellness and Healing" von McCluggage / Leis Higdom gibt es folgende mögliche Anwendungsgebiete:
  • Hautprobleme
  • Federrupfen (Nur wenn es pathologische Veränderungen der Haut und Follikel gibt.)
  • Selbstverstümmelung
  • Bakterielle Follikulitis
  • Erkrankungen des Gehirns
  • Beschädigung der Blutgefäße
  • Vergifungen
  • Alterserscheinungen
  • Erkrankungen der Netzhaut (Retinal Desease = Erkrankungen der Netzhaut ??)
  • Erkrankungen des Herzens
  • Ateriosklerose bei älteren Amazonen
  • Edelpapageien mit körperlichen Störungen.
    • Edelpapageien scheinen einen erhöhten Bedarf an Antioxidantien zu haben. Sie haben oft chronisch niedrige opportunistische bakterielle Überwucherung.

Sonntag, 2. April 2017

Was ist Essiac® und Flor-Essence® ?

01. Allgemeines 

In dem Buch "Holistic Care for Birds - A Manual of Wellness and Healing" von McCluggage / Leis Higdom ist die Rede von Essiac. Essiac wird in der Krebstherapie verwendet und stammt angeblich ursprünglich von den kanadischen Urbewohnern.

Der Name „Essiac“ wurde von der kanadischen Krankenschwester Renee M. Caisse kreiert („Essiac“ ist „Caisse“ rückwärts buchstabiert).

Essiac - Tee besteht aus folgenden Pflanzen:
  • Indianischer Rharbarber (Rheum palmatum)
  • Rot-Ulme (Ulmus rubra)
  • Große Klette (Arctium lappa)
  • Wiesen-Sauerampfer (Rumex acetosa)
02. Geschichte (aud der Onkopedia)

Renée Caisse zufolge hatte die Frau eines englischen Bergarbeiters das Rezept für Essiac von einem indianischen Medizinmann der Ojibwa erhalten und damit ihren Brustkrebs kuriert. Renée Caisse, die von 1935 bis 1941 in der Bracebridge Cancer Clinic im kanadischen Ontario arbeitete, behandelte 50 Jahre lang Krebspatienten mit dem Essiac-Kräutertee.

1938 kamen Bedenken wegen der Anwendung von Essiac auf, nachdem der Nachweis über einen gemeldeten Todesfall und einer gemeldeten Toxizität nach Injektionen mit Essiac-Tee bekannt wurde. 1941 wurde die Bracebridge Cancer Clinic auf Antrag der kanadischen Behörden geschlossen. Zwischen 1959 und 1978 arbeitete Caisse mit Dr. Charles Armao Brusch, dem Direktor der Brusch Medical Clinic in Cambridge, Massachusetts, in den USA zusammen, um das Originalrezept zu modifizieren und für die Anwendung von Essiac zu werben. Nach der Durchführung einiger Laborstudien an Mäusen wurden dem Rezept vier weitere Kräuter hinzugefügt (siehe oben), um die Heilwirkung und den Geschmack von Essiac zu verbessern. 1977 verkaufte Renée Caisse die Original-Essiac-Rezeptur an die Resperin Corporation Ltd in Toronto, Kanada.

1982 führte die Resperin Corporation Ltd einige Studien mit mangelhaftem Design durch, in denen Ärzte, die das Produkt verwendeten, gebeten wurden, Fallberichte vorzulegen. Die Tests wurden vom Canadian Department of National Health and Welfare mit der Begründung beendet, dass Resperin eine mangelhaft konzipierte und ausgeführte Untersuchung durchgeführt habe. Health Canada kam zu dem Schluss, dass die Nachweise nicht überzeugend seien und dass es keinen wissenschaftlichen Nachweis gäbe, der den Anspruch, dass Essiac Krebs heilen könnte, stütze [6]. Im Rahmen des Canadian Emergency Drug Release Programme konnte Essiac jedoch auf Antrag des Arztes bezogen werden. 1995 kaufte David Dobbie die Essiac-Formel und das Warenzeichen von der Resperin Corporation Ltd. So wurde Essiac® Products Inc aus New Brunswick der Hersteller von Essiac®. Charles Armao Brusch ist an einem weiteren kanadischen Produkt beteiligt, Flor-Essence®, das in British Columbia hergestellt wird. Auch dabei werden die acht Kräuter der modifizierten Essiac-Formel verwendet. Heute sind weltweit mehr als 40 unterschiedliche Essiac-Rezepturen erhältlich.


Samstag, 1. April 2017

Die Hagebutte

Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm,
Es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um.
Sagt, wer mag das Männlein sein,
das da steht im Wald allein
mit dem schwarzen Käppelein
.

(1843, Hoffmann von Fallersleben)

Die Hundsrose ist ein meist etwa 150 cm hoher kräftiger Strauch, der verschiedentlich auch mehrere Meter Höhe erreichen kann. Seine langen Äste und Zweige hängen oben und seitlich über und haben wie der Stamm nach rückwärts gekrümmte stacheln (Fälschlich Dornen genannt ). Die ziemlich dünnen Laubblätter sind unpaarig gefiedert.

Die angenehm duftenden Blüten stehen einzeln oder in mehrblütigen Doldenrispen auf 2 cm langen Stielen, an deren Basis sich je ein Hochblatt befindet. Die Kelchblätter sind nach dem Verblühen zurück geschlagen. Die Herzförmigen Kronenblätter sind meist hellrosa , seltener weiß. Der Kelchbecher entwickelt sich zu der bekannten, als Hagebutte bezeich-neten, scharlachroten Steinfrucht, die in ihrem Inneren zahlreiche harte Früchtchen zwischen Juckreiz verursachenden Haaren birgt. Es werden verschiedene Varitäten und Formen unterschieden.

Im Sommer schenken uns die Rosen die Freude uns an ihren zarte Blüten zu erfreuen, im Herbst mit ihren roten Hagebutten. In der Natur schätzen viele Tiere diese Pflanze: Finken, Drosseln, Zeisigen, Rotkehlchen aber auch der Steinmarder die süßsauren, vitaminreichen Hagebutten.

Heckenrosen sind zudem wichtige Brutplätze für viele Vogelarten wie Finken und Meisen, da Katzen in ihnen wenig Chancen haben an die Nester heranzukommen. Auch andere Tiere finden in Heckenrosen Schutz.

Hagebuttensträucher sind vielen ausserdem bekannt aus Kindertagen. Kinder kennen die Pflanze durch das "Juckpulver". Die kleinen Kerne der Hagebutte mit ihren Borstenhaaren wurden anderen Kindern in das Hemd geschüttet. Auch Hagebuttentee, gesüßt mit etwas Honig oder auch ungesüßt, schmeckt sehr lecker. Ohne Zucker und etwas gekühlt war Hagebuttentee eine willkommene Erfrischung. Aber was alles in der Pflanze  als solches steckt, wußten wir im Grunde nicht.

Donnerstag, 30. März 2017

Aus dem Obstgarten ...

Haben Sie Obstbäume im Garten ?

Nun, dann könnte es gut sein, dass Ihr Vögel das ein oder andere Kern - oder Steinobst gerne mag. Wir wissen, dass Obst gerne von folgenden Vogelgruppen gerne angenommen werden: 
  • Kanarien
  • Waldvögel
  • exotischen Körnerfresser
  • körnerfressende Laufvögel
  • Sittiche
  • Papageien
Wenn man keinen Garten hat, kann man das Obst auch kaufen. Das Obst sollte selbstverständlich nicht chemisch behandelt worden sein. Vor dem Verfüttern muß man jedes Obst gründlich waschen.

Montag, 27. März 2017

Die Himbeere (Rubus idaeus)

Die Himbeere (Rubus idaeus) ist eine Pflanzenart aus der Untergattung Idaeobatus in der Gattung Rubus innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae).

Im Volksmund trägt die Himbeere die Namen Hindebeere, Humbeere, Rehbockbeere, Hohlbeere, Himpelbeere oder Hirschbeere.

Beschreibung (aus Wikipedia)

Der Himbeerstrauch erreicht eine Wuchshöhe von 0,6 bis 2 Meter. Die Ruten sind mit feinen Stacheln besetzt. Die wechselständig an den Sprossachsen angeordneten Laubblätter sind gestielt. Die unpaarig gefiederten Blattspreiten bestehen aus drei, fünf oder sieben gezähnten Fiederblättern.

Zwischen Mai und August werden von den einzelnen Sprossachsen abgehend rispige Blütenstände gebildet. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Blütenboden ist stark vorgewölbt. Es sind fünf Kelchblätter vorhanden. Die fünf freien Kronblätter sind weiß. Die über zwanzig Staubblätter sind frei und fertil. Es sind freie Fruchtblätter vorhanden.

Die bei Reife roten, bei Zuchtformen auch gelben oder schwarzen, weichen Früchte sind, anders als der Trivialname Himbeere suggeriert, botanisch gesehen keine Beeren, sondern Sammelsteinfrüchte, die sich aus den einzelnen Fruchtblättern bilden. Anders als bei der Brombeere ist die Frucht nur lose an den Blütenboden gebunden und kann leicht abgezogen werden. Je nach Sorte können Himbeeren von Juni an bis zu den ersten Frösten im Spätherbst geerntet werden. Ihre Hauptgeruchskomponente ist das Himbeerketon.

Samstag, 25. März 2017

Gundelrebe (Glechoma hederacea)

Der Gundermann (Glechoma hederacea), auch Echt-Gundelrebe genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).

Volkstümliche Bezeichnungen

Das oft nicht mehr verstandene Gund(e)lrebe, Gundermann ist nicht selten weitgehend volksetymologisch umgebildet (Anlehnungen an Grund, Bund, Kummer usw.): Grundrebe, Bundrebli, Grundräbli (Schweiz), Gundelrieme (bayr. Schwaben), Gundelkraut, Gondling (Schlesien), Gunderer (Deutschböhmen), Gunnröbe (Kärnten), Gondlkraut (Böhmerwald), Gunderlunze, Kollermann (Sachsen: Leisnig-Waldheim), Buldermann, Gunnelreif (Eifel), Inge(n)rebe (Elsaß), Kummeradl (Böhmerwald, Niederösterreich), Bundräbli (Schweiz), Häälroff, Heilreif, -rauf, zu "heilen" (Eifel), Hälerei, Hêlrièf (Lothringen).

Die Gundelrebe wurde früher allgemein als Hedera terrestris (Erd-Efeu) bezeichnet, darauf beziehen sich auch Huderk (Ostfriesland), Huder (Mecklenburg, Schleswig), Rüderk (Ostfriesland), Huderich, Hederich. Katzenminze, wildes Katzenkraut. Joierke, Goierke (Göttingen), Jülcke, Julcke (Braunschweig). Andere Bezeichnungen sind noch Piädeschiäwe (Westfalen), Zickelskräutchen (Eifel), Schelleblume (Nahegebiet), Suppenkraut (Westböhmen), Taubenschnäbel (österreich), Wald-Uschla (Schwäbische Alb), Soldatenpetersil (weil als Suppenwürze gebraucht) (Oberösterreich), Widerruf (weil als "Berufskraut" gebraucht).

Botanisches: 

Das ausdauernde, würzig riechende Kraut mit kriechendem, an den unteren Knoten wurzelndem, auch im Winter belaubtem Stengel treibt zur Blütezeit zahlreiche oberirdische bis über 1 m lange Ausläufer und besitzt nieren- bis herzförmige, grob gekerbte, öfters rotviolett überlaufene Blätter und blauviolette Blüten in armblütigen, blattachselständigen Scheinquirlen. Glechoma wächst auf nährstoffreichen, feuchten Böden (an trockenen Stellen Zwergwuchs), in Laubwäldern und Wiesen, an Mauern und auf Bäumen Eurasiens und Nordamerikas. Die Samen werden durch Ameisen verbreitet.

Blütezeit: 

April bis Juni.

Freitag, 24. März 2017

Goße Brennessel (Urtica dioica) & Kleine Brennessel (Urtica urens)

Schon früh war die Aufmerksamkeit der Menschen auf die Brennessel gerichtet. Die alten Griechen kannten sie als Akalypte, und Dioskurides schreibt, daß sie menstruationsfördernd, erweichend, wind- und harntreibend wirke und gut gegen Hundebiß, krebsartige Geschwüre, brandige Wunden, Furunkeln, Geschwülste, Drüsenanschwellungen, Verrenkungen, Nasenbluten, Milzerkrankungen, Brustfell- und Lungenentzündung, Asthma, Hautgrind und Mundkrankheiten sei. Scribonius Largo nennt die Samen in einem Rezept gegen trockenen Husten, während er das Kraut u. a. bei Bleiweißvergiftung und Epilepsie anwendet. Plinius, Amatus Lusitanius und Sartorius rühmen die blutstillende Kraft der Nessel. Die Kräuterbücher des 16. Jahrhunderts bringen über sie hauptsächlich das, was schon Dioskurides sagt. Urtica dioica und U. urens wurden von Lehnhardt (Arzneyen ohne Maske) mit Erfolg bei Wassersucht angewendet. Quarin, Deidier (gest. 1746) und Rosner empfahlen die Brennessel bei Hämorrhagien und Bluthusten, Aepli in Dissenhofen dringend bei Blutharnen, Bullar und Cazin bei Blutflüssen und Hautausschlägen. Als Sympathiemittel spielte sie immer eine große Rolle, ein Beispiel dafür ist folgendes Rezept zur Vertreibung des Fiebers aus der Magdeburger Gegend: Man nimmt eine Handvoll Salz und sät das in Brennesseln. Dabei spricht man:

    "Ich streue meinen Samen
    In neunundneunzigeren Fiebers Namen,
    Aber du sollst nicht aufgehn,
    Bis ich komme und schneid dich ab."

In der tschechischen Volksmedizin wird die Brennessel bei Erkrankungen der Atmungsorgane, auch bei Tuberkulose, und gegen Schlaflosigkeit, äußerlich zu Auflagen auf Geschwülste gebraucht. Neuerdings wird dem Anbau von Brennesseln zur Gewinnung von Gewebsstoffen wieder größere Beachtung geschenkt.

Beschreibung (von Dr. Maddaus):

Die stark variierende Urtica dioica besitzt einen ausdauernden, kriechenden, stark verästelten Wurzelstock. Ihr 30-150 cm hoher Stengel ist einfach, vierkantig, mit kurzen Borsten und langen Brennhaaren besetzt. Die gegenständigen eiförmigen bis länglichen Blätter sind am Grunde herzförmig oder abgerundet und am Rande grob gesägt. Die Blütenzweige tragen in der Regel nur männliche oder nur weibliche Blüten. Diese sind unscheinbar grün und windblütig. Sie haben ein vierteiliges Perigon. In den weiblichen Blüten findet sich ein oberständiger Fruchtknoten mit großen, pinselförmigen Narben. Die Frucht ist ein kleines, einsamiges Nüßchen. Die männlichen Blüten enthalten vier eingebogene Staubgefäße, die beim Öffnen der Blüten (was besonders bei Erwärmung geschieht) sich ruckartig aufrichten und dabei den Blütenstaub in Form eines kleinen Wölkchens ausstreuen. Die Große Brennessel blüht vom Juli bis in den Herbst.

Urtica urens ist einjährig. Gewöhnlich wird sie zwischen 15 und 45 cm hoch. Aus der gelblich-weißen Wurzel entspringt der meist einfache, manchmal aber schon von Grund an verästelte Stengel. Er ist vierkantig und grün, bisweilen unten auch rotbraun gefärbt. Nach allen Seiten ist er mit waagerecht-abstehenden Brennhaaren besetzt, zwischen denen sich kleinere, etwas gekrümmte gewöhnliche Haare finden. Die kreuzweis-gegenständig angeordneten Blätter sind eiförmig bis elliptisch-lanzettlich, spitz und eingeschnitten gesägt. Sie sitzen an rinnigen Stielen. Diese tragen nur vereinzelte Brennhaare, während die Blattfläche mehr oder weniger dicht mit aufrecht stehenden Brennhaaren besetzt ist. Die Blütenährchen entspringen zu zweien aus jeder Blattachsel. An ihnen stehen sowohl die männlichen als auch die weiblichen Blüten. Der Kelch der männlichen Blüten ist vierteilig. Diese enthalten vier elastisch aufspringende Staubgefäße, während die weiblichen Blüten neben zwei winzigen zwei sehr große Kelchblätter besitzen, die dem Fruchtknoten eng anliegen. Auf bebautem Boden, auf Schutt, an Wegen, Mauern und Häusern, am liebsten im Halbschatten, ist die Pflanze allgemein verbreitet. Sie blüht vom Juli bis September.

Donnerstag, 23. März 2017

Das Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)

Das Gefleckte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis), auch als Echtes Lungenkraut bezeichnet, ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae). 

Pulmonaria officinalis ist in weiten Teilen Europas verbreitet: westlich bis zu den Ardennen, nördlich bis in die Niederlande, Dänemark und Mittelschweden. Sie fehlt in Norwegen, auf den britischen Inseln ist sie nur eingebürgert. Östlich findet man das Gefleckte Lungenkraut bis Mittelrussland und den Kaukasus, südlich kommt es auf dem nördlichen Balkan und bis Mittelitalien vor.

Das Gefleckte Lungenkraut wächst in krautreichen Laub- und Buchenmischwäldern sowie deren Rändern vom Flachland bis ins Gebirge bis in Höhenlagen von etwa 1300 Metern. Im Süden ist es häufiger als im Norden. Es gedeiht am besten auf frischen, nährstoff- und basenreichen, meist kalkhaltigen, steinigen oder reinen Ton- und Lehmböden. Es ist eine Charakterart der Ordnung Fagetalia und kommt besonders in Gesellschaften der Verbände Fagion und Alno-Ulmion vor.

Der Name Pulmonaria kommt vom lat. pulmo = Lunge und wurde erstmals von Leonhart Fuchs verwendet. Das Gefleckte Lungenkraut wird seit dem Mittelalter gegen Lungenleiden eingesetzt. Hildegard von Bingen nennt es Lungwurz.

Die Erstveröffentlichung von Pulmonaria officinalis erfolgte durch Carl von Linné. Synonyme von Pulmonaria officinalis L. sind: Pulmonaria konradii Opiz, Pulmonaria maculosa Liebl., Pulmonaria tridentina Evers, Pulmonaria officinalis subsp. maculosa (Hayne) Gams.

Andere Namen sind: Hänsel und Gretel, Bachkraut, Blaue Schlüsselblume, Bockkraut, Fleckenkraut, Himmelschlüssel, Hirschkohl, Hirschmangold, Hosenschiffern, Lungenwurz, Schlotterhose, Schwesternkraut, Ungleiche Schwestern, Unser lieben Frauen Milchkraut.

Dienstag, 21. März 2017

Der Löwenzahn (Taraxacum officinalis)

Der Gewöhnliche Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia) stellt eine Gruppe sehr ähnlicher und nah verwandter Pflanzenarten in der Gattung Löwenzahn (Taraxacum) aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) dar.

Meist werden diese Pflanzen einfach als Löwenzahn bezeichnet, wodurch Verwechslungsgefahr mit der Gattung Löwenzahn (Leontodon) besteht.

Beschreibung

Der Löwenzahn ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 10 cm bis 30 cm erreicht und in allen Teilen einen weißen Milchsaft enthält. Seine bis zu 1 Meter (selten auch bis 2 Meter) lange, fleischige Pfahlwurzel ist außen dunkelbraun bis schwarz. Sie geht in eine kurze, stark gestauchte Sprossachse über, auf der die Blätter dicht in einer grundständigen Rosette stehen. Nach einer Verletzung des Vegetationspunktes regeneriert sich die Pflanze aus der Wurzel und bildet dann meist mehrere Blattrosetten. Die 10 bis 30 cm langen Blätter sind eiförmig bis eilanzettlich, unregelmäßig stark gelappt und tief eingeschnitten und gezähnt. Einschnitte und Zähne sind von der Basis bis zu etwa zwei Drittel der Länge stark, weiter zur Blattspitze häufig geringer ausgeprägt.

Den Blattachseln entspringen meist mehrere, bis zu 60 cm lange Blütenstandsstiele. Jeder ist eine blattlose, außen schwach befilzte, hohle Röhre. An ihrem oberen Ende stehen dicht spiralig verteilt 30 bis 40 abstehende Hochblätter, die bald austrocknen. Darüber bildet ein Wirtel aus Hüllblättern einen anfangs geschlossenen Schutz um die Blütenstandsknospe. Die Hüllblätter öffnen und schließen sich schützend mit dem Blütenstand und bleiben bis zur Fruchtreife grün. Der Blütenstand ist eine Scheinblüte, in dem viele gelbe Zungenblüten zu einem tellerförmigen Körbchen von etwa drei bis fünf Zentimeter Durchmesser zusammengefasst sind. In ihm öffnen sich die Einzelblüten ringförmig von außen nach innen. In der mehrere Tage währenden Blütezeit schließt sich der Blütenstand jeweils bei Nacht, Regen oder Trockenheit und schließlich beim Verblühen. Nach mehreren Tagen öffnen sich die Hüllblätter letztmals bei Fruchtreife und entlassen zuerst die eingetrockneten und abgestoßenen Blütenhüllen der Zungenblüten. Die Früchte, schlank tonnenförmige, mit haarigen Flugschirmen (Pappus) ausgestattete Achänen, werden durch den Wind ausgebreitet (Schirmflieger).

In Mitteleuropa ist die Hauptblütezeit von April bis Mai. In deutlich geringerer Anzahl erscheinen Blüten auch noch bis in den Herbst.

Da einige Merkmale sehr plastisch sind, können sich die einzelnen Pflanzen stark den jeweiligen Standorten anpassen. So produzieren Pflanzen an ungestörten Standorten lange, schräg aufrecht gehaltene Blätter und bis zu 50 cm lange, aufrechte Blütenstandstiele. Pflanzen auf begangenen Wegen oder häufig gemähten Wiesen haben dagegen viel kürzere, dicht dem Boden aufliegende Blätter und niederliegende, manchmal nur wenige Millimeter lange Blütenstandstiele.

Montag, 20. März 2017

Die Ringelblume (Calendula officinalis)

Die Ringelblume (Calendula officinalis), auch Garten-Ringelblume ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Pflanzenteile werden in der Naturheilkunde verwendet.

Die Ringelblume ist eine einjährige krautige Pflanze, seltener wächst sie einjährig überwinternd oder zweijährig und erreicht meist Wuchshöhen von 30 bis 50, selten bis 70 Zentimeter. Die Wurzel ist spindelförmig und faserreich. Der aufrechte, wenig oder lediglich im oberen Bereich verzweigte Stängel ist kantig und kurzflaumig behaart.

Die Laubblätter sind unbestielt. Die einfache, behaarte Blattspreite ganzrandig, und von länglich lanzettlicher bis verkehrt-eiförmiger Form. Ihre Farbe ist mittel- bis hellgrün, sie sind 3 bis 12 (selten bis 18) cm lang und 1 bis 3 (selten bis 6) Zentimeter breit.

Die Blütezeit dauert von Juni bis Oktober, ein Blütenkorb blüht meist vier bis fünf Tage lang. Die Blütenkörbe stehen einzeln an beblätterten, langen Blütenstandsstielen und haben einen Durchmesser von bis zu 4 Zentimeter. Die 12 bis über 40 Hüllblätter sind 10 bis 12 Millimeter lang. Am Blütenkorbrand stehen (selten 30 bis) 60 bis über 150 weibliche, fruchtbare Zungenblüten von dottergelber bis orangegelber Farbe. Im Inneren der Körbe stehen 30 bis 50 (bis selten über 100) zwittrige Röhrenblüten.

Aus den Zungenblüten entwickeln sich die 9 bis 15 (selten bis über 25) Millimeter langen, einsämigen Achänen (Schließfrüchte). Die Achänen sind teilweise geflügelt, sichelförmig, gekrümmt bis geringelt und gaben der Pflanze ihren Namen.

Weitere Informationen finden sich in der Wikipedia.

Sonntag, 22. Januar 2017

Newsletter Januar 01 / 2017

Pause vom Bloggen

Ich habe derzeit einiges auf mener persönlichen Agenda stehen, was auch "abgearbeitet" werden muß. Unter anderem habe ich eine Fortbildung, die ich auch einmal zu Ende bringen möchte.

Daher möchte ich mir eine längere Pause vom Bloggen gönnen, und die treuen Leser um Verständnis bitten. Sowie ich wieder Zeit finde, wird es auch hier wieder weitere Beiträge geben.

Neues Template

Ich habe das Aussehen des Blogs ein wenig verändert. Ich habe das dunklere Template gegen ein helleres ausgetauscht, und ein anderes Headerbild eingefügt. Leider ist bei dem Wechsel nicht alles 100%ig gelaufen, so dass an manchen Stellen das ein odere andere vielleicht nicht so angezeigt wird, wie ich es gerne hätte. Vielleicht ändere ich das Template auch noch einmal. Mal sehen.

Nicole Müller

Mittwoch, 13. Juli 2016

Erste Hilfe: Dehydration beim Vogel


Bildausschnitt: Foto von Tom Slattery (Blog)
In der Medizin bezeichnet Dehydratation einen Wassermangel des Körpers. Synonyme sind Dehydratisierung, Dehydration, Hypohydratation und Austrocknung. Ausgetrocknet ist ein Vogel, der ca. 10% seines Flüssigkeitsvolumen verloren hat, jedoch findet man auch andere Angaben in der Literatur.

Spricht man von Hyperhydratation meint man die „Überwässerung“ des Körpers. Hyperhydratation ist also das „Gegenteil“ von Dehydration.

Eine Dehydration kann eine ernstzunehmende Lebensbedrohung bei einem Vogel werden, wenn man diese nicht rechtzeitig erkennt und entsprechend handelt.


Dienstag, 24. Mai 2016

Montag, 2. Mai 2016

Kalender - Sammeln und Ernten von Futterpflanzen - Mai

Bild: aus der Wikipedia
Gesunde Ernährung ist ein wichtiger Baustein nicht nur für das allgemeine Wohlbefinden des Vogels, sondern auch eine wichtige Maßnahme zur Krankheitsverhütung. Warum sich nicht in der freien Natur beim nächsten Spaziergang einmal umsehen, was in Frage kommen könnte ?

Auch im Mai gibt es draussen Pflanzen, die als "Futterpflanze" für einige Vogelarten geeignet sind. Welche Pflanze für welche Vogelart geeignet ist, kann man in der einschlägigen Fachliteratur nachlesen. Dies würde den Rahmen des Möglichen auf diesem Blog sprengen.

Für alles im Leben gibt es gewisse, vernünftige "Spielregeln". Wenn man Pflanzen aus der Natur sammeln möchte, dann sollte man unbedingt die "Sammelregeln" beachten, um uns und auch Tiere, aber auch die Pflanzen zu schützen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur oder "Mutter Erde" sollte eigentlich selbstverständlich sein.

Distelsamen für Erlenzeisig und Stieglitz

Wer diese Disteln im Garten einfach stehen lässt, darf im Winter auf Besuch hoffen.

Besonders beliebt sind die Samen beim Erlenzeisig (Carduelis spinus) und beim Stieglitz (Carduelis carduelis), der auch Distelfink genannt wird. Beide Vögel stammen aus der Familie der Finken (Fringillidae).

Naturfreunde freuen sich, im Sommer die Bienen und Wildbienen an den blühenden Blüten zu beobachten und im Winter die Vögel, wie sie geschickt an den samentragenden Stauden herumturnen und eine Mahlzeit zu sich nehmen.

Samstag, 16. April 2016

Kalender - Sammeln und Ernten von Futterpflanzen - April

Der April ist der vierte Monat des Jahres im gregorianischen Kalender. Er hat 30 Tage und beginnt mit demselben Wochentag wie der Juli und in Schaltjahren auch wie der Januar.

Im römischen Kalender war der Aprilis ursprünglich der zweite Monat, weil mit dem Ende des Winters im März das neue landwirtschaftliche (aber auch militärische) Jahr begann.

Es gibt keine gesicherte Herleitung des Namens. Da die Namen der ersten Jahreshälfte Götter wiedergeben, könnte es von Aphrodite stammen, die als Göttin für Liebe zu April passen würde, auch wenn der römische Name Venus gewesen wäre. Der Name bezieht sich möglicherweise auch auf die sich öffnenden Knospen im Frühling und wäre dann vom Lateinischen aperire („öffnen“) herzuleiten. Eine andere Etymologie sieht apricus („sonnig“) als Ursprung des Wortes. Zur Regierungszeit Kaiser Neros wurde der Monat ihm zu Ehren in Neroneus umbenannt, was sich allerdings nicht durchsetzte. Unter Kaiser Commodus hieß der Monat dann Pius, einer der Namen des Kaisers, auch diese Umbenennung wurde nach seinem Tod wieder rückgängig gemacht. Der alte deutsche Name, der durch Karl den Großen im 8. Jahrhundert eingeführt wurde, ist Ostermond, weil Ostern meist im April liegt. Andere, heute kaum mehr gebräuchliche Bezeichnungen sind Wandelmonat, Grasmond oder auch Launing.

Der Sage nach wurde Luzifer am 1. April aus dem Himmel verstoßen.

Der Monat April im Chronograph von 354 des spätantiken Kalligraphen Filocalus.

Seit dem 16. Jahrhundert ist in Europa der Brauch belegt, am 1. April einen Aprilscherz zu begehen, indem man seine Mitmenschen mit einem mehr oder weniger derben Scherz oder einer Lügengeschichte „in den April schickt“.

Es gibt einige Bauernregeln für den April:
  • Wohl hundermal schlägt’s Wetter um - das ist dem April sein Privilegium.
  • Wenn der April stößt rau ins Horn, so steht es gut um Heu und Korn.
  • Ist der April schön und rein, wird der Mai um so wilder sein.
  • Ist Sankt Vinzenz (5. April) Sonnenschein, gibt es vielen guten Wein.
  • Aprilschnee bringt Gras und Klee.
  • Bleibt der April recht sonnig und warm, macht er den Bauern auch nicht arm.
  • Im April ein tiefer Schnee - keinem Dinge tut er weh.
  • April kalt und nass füllt Scheuer und Fass.
  • Aprilsturm und Regenwucht kündet Wein und goldene Frucht.
  • Bauen im April die Schwalben, gibt’s viel Futter, Küh’ und Kalben.
Auch im April gibt es einige Pflanzen, die man sich als Vogelhalter bzw. -züchter etwas näher anschauen könnte.

Mittwoch, 30. März 2016

Nützliches Grünfutter für Prachtfinken

Die Prachtfinken (Estrildidae) sind eine artenreiche Familie aus der Ordnung der Sperlingsvögel (Passeriformes). Einige Arten wie beispielsweise der Zebrafink sind bei Ziervogelhaltern und Züchtern auf Grund ihres bunten, prachtvollen Gefieders sehr beliebt. Je nach Klassifizierung werden zwischen 135 und 140 Arten dieser Familie zugerechnet, die in 33 bis 35 Gattungen eingeordnet werden.

Prachtfinken erreichen ausgewachsen eine Körperlänge zwischen acht und 17 Zentimeter. Zu den größten Arten gehört die Spitzschwanzamadine, die diese Körperlänge nur aufgrund der langen Schwanzspieße erreichen. Die meisten Arten erreichen eine Körpergröße von elf bis 13 Zentimeter.

Die meisten Prachtfinkenarten haben spitze Schnäbel sowie einen keilförmigen Schwanz. Anhand ihrer Schnäbel lassen sich jedoch mitunter Nahrungsspezialisierungen erkennen. So zeigen die Arten, die überwiegend von Insekten leben, längere und dünnere Schnäbel als die Arten, die überwiegend von Sämereien leben. Alle Prachtfinken haben ein sehr geringes Körpergewicht, das es ihnen ermöglicht, beim Fressen auf Grashalmen zu sitzen.

Bei den meisten Prachtfinkenarten zeigen Männchen und Weibchen keinen ausgeprägten Geschlechtsdimorphismus. Weibchen haben zwar mitunter ein matteres Gefieder, Männchen lassen sich eindeutig jedoch nur über den bei ihnen auftretenden Gesang identifizieren. Eine der Arten, die davon eine Ausnahme darstellt, ist der Tigerastrild, bei dem das Männchen ein rötliches Körpergefieder hat, während das Weibchen überwiegend ein graubraunes Gefieder aufweist. Der Tigerastrild ist auch die einzige Prachtfinkenart, bei der das Männchen jährlich von seinem roten Brutkleid in das schlichte graubraune Gefieder wechselt, wie es das Weibchen trägt.



Die Nahrung besteht bei den meisten Arten aus Sämereien und Insekten. Einige Arten wie die Heuschreckenastrilde benötigen dabei offenbar besonders feine Grassamen; andere Arten fressen auch größere Samen wie Reis und Mais. Lediglich die Lauchgrüne Papageiamadine lebt ausschließlich von Samen; die meisten Arten benötigen Insekten vor allem während der Zeit der Jungenaufzucht.

Mehr Informationen gibt's in der Wikipedia (Klick hier)

Sonntag, 13. März 2016

Kalender - Sammeln und Ernten von Futterpflanzen - März

Quelle: Wikipedia
Foto von Bengt Nyman
Der März ist ein interessanter Monat, auch für die Vogelzüchter. So weiß man aus alten Kanarienbüchern, dass der Josefstag (19. März) der sogenannte Hochzeitstag der Kanarienvögel ist. Dies bedeutet, dass man nun die Pärchen zusammen setzt, und hofft, dass es mit Nachwuchs funktioniert.

Der März hat 31 Tage und ist nach dem römischen Kriegsgott Mars benannt, nach diesem nannten ihn die Römer Martius. Denn ursprünglich versammelten sich in diesem Monat, mit dem die Feldzugssaison begann, die waffenfähigen römischen Bürger auf dem so genannten Marsfeld (oder Märzfeld) vor den Toren der Stadt, um gemustert zu werden und ihre Feldherrn zu wählen. Der alte deutsch-germanische Name ist Lenz, Lenzing bzw. Lenzmond; eine veraltete Schreibung ist Märzen.

Der 1. März markiert den meteorologischen Frühlingsanfang. Die Tagundnachtgleiche, der astronomische Frühlingsbeginn, findet in den nächsten Jahrzehnten meist am 20. März statt (auf den 21. März fiel sie zuletzt 2011). An diesem Tag steht die Sonne über dem Äquator im Zenit und geht dort damit genau im Osten auf und genau im Westen unter.

Und auch im März findet man interessante Futterpflanzen. Einige kennt man bereits von den Monaten Januar und Februar.